Zum 1. Februar 2027 ändert sich die Heizungsförderung der KfW. Nicht dramatisch, aber spürbar – und wer den Austausch ohnehin plant, sollte die Zahlen kennen, bevor er die Reihenfolge festlegt.
Was heute gilt
Die Grundförderung liegt bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Wer selbst im Haus wohnt und eine alte fossile Heizung ersetzt, bekommt zusätzlich den Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent. Dazu kann ein Einkommensbonus von 10 bis 40 Prozent kommen. Mehr als 80 Prozent sind insgesamt nicht möglich. Als förderfähige Kosten zählt die KfW für die erste Wohneinheit derzeit 28.000 Euro.
Was sich am 1. Februar 2027 ändert
Zwei Dinge, beide in dieselbe Richtung:
- Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt von 16 auf 12 Prozent – und danach alle sechs Monate um weitere vier Punkte: 8 Prozent ab August 2027, 4 Prozent ab Februar 2028. Ab August 2028 entfällt er ganz.
- Der Förderhöchstbetrag sinkt halbjährlich um 750 Euro: von 28.000 auf 27.250 Euro, ein halbes Jahr später auf 26.500 Euro, und so weiter bis 2030.
Was das in Euro bedeutet
Ein Rechenbeispiel: Sie wohnen selbst im Haus, tauschen eine alte Gasheizung und bekommen keinen Einkommensbonus.
- Antrag heute: 30 plus 16 Prozent von 28.000 Euro = 12.880 Euro
- Antrag ab 1. Februar 2027: 30 plus 12 Prozent von 27.250 Euro = 11.445 Euro
Das sind 1.435 Euro Unterschied für dieselbe Heizung. Maßgeblich ist der Tag, an dem der Antrag bei der KfW eingeht – nicht der Tag des Einbaus.
Der Bonus, über den gerade viel geschrieben wird
Die KfW kündigt für das erste Quartal 2027 einen Wertschöpfungsbonus an. Die Einzelheiten sollen im zweiten Halbjahr 2026 folgen. In manchen Förderübersichten liest man bereits, die Grundförderung werde im Gegenzug von 30 auf 15 Prozent halbiert. Das steht so nicht bei der KfW. Ich halte mich an das, was gesichert ist – sobald die Details vorliegen, schreibe ich darüber.
Was ich Ihnen rate
Eile um der Eile willen ist selten ein guter Ratgeber. Aber wenn der Heizungstausch in den nächsten zwei Jahren ohnehin ansteht, ist der Februar 2027 eine echte Grenze – und ein Grund, jetzt mit der Planung anzufangen statt im Januar.
Und bevor Sie eine neue Heizung bestellen: Lassen Sie die Heizlast berechnen. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe kostet in der Anschaffung schnell mehr, als jeder Bonus einbringt – und läuft danach jahrelang unwirtschaftlich.
Stand: 30. August 2026, geprüft an den Angaben der KfW zum Programm 458. Fördersätze ändern sich; die aktuellen Werte stehen immer auf kfw.de. Dieser Text ersetzt keine Beratung im Einzelfall.
